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Fortschrittliche Elementarpädagogik wird vernachlässigt

22. April 2021

Fortschrittliche Elementarpädagogik wird vernachlässigt

Mit viel Nachdruck und monatelangem Protest, konnte die sozialdemokratische Fraktion verhindern, dass die zuständige FPÖ-Stadträtin den neuen Kindergarten in der Pernau auf einer „Verkehrsinsel“ im Industriegebiet bauen lässt. „Wir haben selbst nach einem größeren und besser geeigneten Grundstück gesucht und freuen uns, dass wir erfolgreich waren und der neue Kindergarten in der Negrellistraße kurz vor der Fertigstellung ist“, sagt SPÖ-Gemeinderätin Laurien Scheinecker. Zustimmung kommt von der SPÖ für den notwendigen Kindergartenneubau in der Lessingstraße. SPÖ-Bürgermeisterkandidatin Petra Wimmer vermisst beim Bedarfs- und Entwicklungskonzept der Stadt Wels für die Jahre 2021-2026 jedoch die Berücksichtigung der gesellschaftlichen Entwicklung.

Ein Betreuungskonzept für Kinder ab 12 Monaten fehlt in dem Papier, das dem Gemeinderat am Montag, 26. April zum Beschluss vorgelegt wird.

„Junge – vor allem Frauen mit Kinderwunsch werden weiterhin mit der Realität konfrontiert sein: Krabbelstubenanmeldung am besten noch vor der Geburt!“, so Petra Wimmer.

Vor allem ein Punkt ist den sozialdemokratischen Mandatarinnen negativ ins Auge gestochen: „Im Bedarfs- und Entwicklungskonzept wird sogar darauf hingewiesen nicht auf die gesellschaftliche Entwicklung (kürzere Kinderbetreuungsgeld-Modelle, Arbeitszeitreduktion beider Elternteile…) Bezug nehmen zu können“, kritisiert Gemeinderätin Laurien Scheinecker und zeigt auf: „In ganz Wels gibt es nur 1 bis 2 Betreuungsplätze in Krabbelstuben für Kinder unter 18 Monate. Auch das ist eine Notwendigkeit und ein Bedürfnis für manche Familien – seit Jahren wird hier nicht gehandelt.“

Es werden zwar in den nächsten Jahren neue Betreuungsplätze geschaffen – sowohl im Krabbelstubenbereich, als auch im Kindergartenbereich – das ist aber nur an das momentane Bevölkerungswachstum angeglichen.

Eine fortschrittliche Elementarpädagogik, die Verbesserung des Betreuungsschlüssels und ein an die Familienrealitäten angepasster Ausbau, sind im Bedarfs- und Entwicklungs-konzept nur minimal vorhanden, so Petra Wimmer. Aus sozialdemokratischer Sicht brauche es an einem Wirtschaftsstandort wie Wels aber einen Qualitäts- und Quantitätsausbau der Betreuungsangebote und mehr Weitblick“, sagt die SPÖ-Spitzenkandidatin.

Für Gemeinderätin Scheinecker ist es nur ein Minimalkonsens. „Die SPÖ-Fraktion wird zwar zustimmen, da mit den beiden neuen Kindergärten wenigstens die derzeitigen Betreuungsquoten beibehalten werden können und mehr Krabbelstubenplätze in der Pernau entstehen, aber zukunftsweisend ist dieser Bedarfs- und Entwicklungsplan nicht,“ betont sie.

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